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Was ist der Unterschied zwischen einem Wärmebildsensor und einer Wärmebildkamera?

Die Begriffe Wärmebildsensor und Wärmebildkamera werden häufig gleich verwendet, beschreiben aber unterschiedliche Dinge. Der Sensor ist nur eine einzelne Komponente, während die Wärmebildkamera ein komplettes Gerät mit mehreren technischen Bestandteilen ist.

Was ist ein Wärmebildsensor?

Ein Wärmebildsensor ist das Bauteil im Inneren eines Wärmebildgeräts, das die von Objekten abgegebene Infrarotstrahlung erfasst und in elektrische Signale umwandelt.

Der Sensor erkennt dabei nicht sichtbares Licht, sondern Temperaturunterschiede. Diese Informationen werden anschließend von der Elektronik verarbeitet und als Wärmebild dargestellt.

Wichtige Eigenschaften eines Wärmebildsensors sind unter anderem:

  • Sensorauflösung
  • Pixel Pitch
  • NETD-Wert
  • Empfindlichkeit
  • verwendete Sensortechnologie

Was ist eine Wärmebildkamera?

Eine Wärmebildkamera ist das vollständige System, das aus mehreren Komponenten besteht. Dazu gehören neben dem Wärmebildsensor unter anderem:

  • Objektiv mit Infrarotlinse
  • Bildverarbeitungselektronik
  • Display
  • Software und Funktionen zur Bildoptimierung
  • Bedienungselemente
  • Stromversorgung
  • Gehäuse

Erst durch das Zusammenspiel dieser Komponenten entsteht das fertige Wärmebild, das der Nutzer auf dem Display sieht.

Warum ist der Sensor nicht allein entscheidend?

Ein hochwertiger Sensor ist eine wichtige Grundlage für ein gutes Wärmebild, aber die tatsächliche Leistung hängt von der gesamten Konstruktion ab.

Auch folgende Faktoren beeinflussen die Bildqualität:

  • Qualität und Größe des Objektivs
  • Bildverarbeitungsalgorithmen
  • Displayqualität
  • Softwarefunktionen
  • Gerätekalibrierung

Zwei Wärmebildgeräte mit demselben Sensor können deshalb unterschiedliche Bildqualität liefern.

Warum sprechen Hersteller oft nur vom Sensor?

Der Sensor ist ein wichtiger technischer Vergleichswert und wird deshalb häufig in Produktbeschreibungen hervorgehoben. Angaben wie 640 × 512 Pixel oder 12 µm Pixel Pitch beziehen sich dabei ausschließlich auf den verbauten Wärmebildsensor und nicht auf das komplette Gerät.

Für die Bewertung eines Wärmebildgeräts sollten jedoch immer alle Komponenten zusammen betrachtet werden. Ein gutes Wärmebild entsteht erst durch das Zusammenspiel von Sensor, Optik und Bildverarbeitung.